AJN & RFB
00:00:03: Herzlich willkommen zu unserem WTU-Podcast We Move People, den Podcast für Körper, Herz und Verstand.
00:00:11: Wir sind Alfred Johannes Neudorfer und Rosa Farante Bannera.
00:00:15: Unter unserem Podcast beschäftigen wir uns mit den Themen persönliche Weiterentwicklung, Gesundheit, Kampfkost, Philosophie und Menschheit.
00:00:34: Heute lese ich eine schöne Arbeit vor von einer Schülerin aus Hamburg und zwar von der lieben Sabrina.
00:00:40: Wir haben ja in dem Lehrerbereich auch die Möglichkeit uns in den verschiedenen Feldern gilt, also im Waffenbereich Helds, Uni
00:00:48: usw.,
00:00:49: um es weiter zu qualifizieren und sie hat nun für Geldbesig, also für die erste von fünf giltstufen eine Arbeit geschrieben und die lese ich einfach einmal vor, weil ich empfinde sie als sehr wertvoll.
00:01:01: Also nicht nur inhaltlich auf das V-Tubing-Chung bezogen wie wir mit Waffen arbeiten was uns ja auch von anderen Waffenszielen unterscheidet sondern auch so die Reise und die Entwicklung von Sabrina fandig dort sehr schön dargestellt.
00:01:15: also ich liess einmal die Arbeit vor.
00:01:17: dass Thema ist Waffen als Körpererweiterung.
00:01:23: Das erste Mal begegnete mir das Prinzip Waffen als Körpererweiterung in der Buchreihe Samurai, Originaltitel Young Samurai von Chris Bradford.
00:01:35: Die fiktive Geschichte handelt von einem englischen Jungen, der im siebzehnten Jahrhundert durch einen Schiffsunglück in Japan strandet und dort von einer Samurai-Familie aufgenommen wird.
00:01:48: Er geht den Weg des Samurai Kriegers.
00:01:51: In der Beschreibung der Samurai-Ausbildung ist eine der wichtigsten Lektionen, die Jack lernt, dass sein Samurai Schwert bzw.
00:01:58: seine Samurai Schärter eine Erweiterung seines Körpers isst – oder sind.
00:02:05: Unter anderem wird beschrieben wie Jack die Waffe mit seinem Körper spürt und führt.
00:02:10: Er lernt das es wichtig ist sich bei der Führung der Waffe nicht auf das Sehen oder Hören zu verlassen sondern durch des Fühlen mit seinem Körper die Wappe zu führen.
00:02:22: Zu lesen, wie Jack das erste Mal mit seinem Körper begreift, dass die Waffe zu seinem Körper gehört und einfach eine Erweiterung darstellt hatte mir die Frage ausgelöst ob ich das wohl auch spüren kann wenn ich eine solche Ausbildung durchlaufen würde.
00:02:38: Diese Frage blieb lange Jahre unbeantwortet bis mein Weg im WTO Wing Chun begann.
00:02:46: Im WTO wing Chun wird von Beginn an auch mit Waffen geübt.
00:02:50: Die ersten Waffen sind Keule und Übungsmesser.
00:02:54: Später kommt eine zweite Keule hinzu, danach folgen die Doppelmesser- und ein Kurzstaff.
00:03:00: Auch geschmiedete Waffen kommen manchmal zum Einsatz – z.B.
00:03:04: Kurzsacks, Priesterkeulen oder Schwärter.
00:03:09: In der Buchreihe Samurai lernt Jack die Waffenübungsschwert, Samurai-Schwert, Pfeil um Bogen sowie Boe, also den Langstab zu beherrschen.
00:03:21: Zu Beginn fühlte sich die Keule für mich wie ein Fremdkörper an, über den ich kaum Kontrolle hatte.
00:03:29: Die ersten Bewegungen waren ungelenk und steif.
00:03:33: Auch bewegte ich die Waffe nur mit meinen Armen.
00:03:37: Mein Handgelenk war am Anfang steif – erst nach und nach wurde es beweglich.
00:03:43: Entscheidend war der Hinweis, die Waffen nur mit Daumen und Zeigefinger zu halten, erst beim Schlag mit der gesamten Hand zuzugreifen und nach den Schlag wieder lockerzulassen.
00:03:56: Auch Jack musste die Selektion lernen, da ich darüber gelesen hatte wusste ich sofort was meine Lehrer meinten als mir dies erklärt wurde.
00:04:05: Alle Schläge richten sich an den Körperdreiecken aus und die Waffe wird so geführt dass sie auch beim Schlag einen gewissen Schutz bietet.
00:04:15: Am Anfang war das sehr schwer für mich die Ausrichtung an den KörperdreIEcken auszuführen.
00:04:21: Nach und nach wurden meine Bewegungen fließender, die Waffe in meiner Hand fühlte sich immer weniger an wie ein Fremdkörper.
00:04:30: Ich begriff dass die Bewegung des Schlages von der Wirbelsäule ausgehen muss!
00:04:34: Die Bewegung wirklich?
00:04:36: Dort starten zu lassen ist eine Herausforderung, die mich jeder in jeder Übungstunde begleitet.
00:04:45: Auch die Ausrichtung an den Körperdreiecken wird mit jeder Stunde genauer.
00:04:49: In den ersten Sequenzen werden die Schläge Alphabetter Gamma und Delta mit einigen Zwischenbewegungen gelernt.
00:04:57: Nach mehreren Übungsstunden, in denen ich die Waffe mit rechts führte, fühlten sich die Bewegung immer fließender um mehr wie eine Verlängerung meines Armes an.
00:05:08: Und dann kam der Tag, an dem ich die Bewegungen mit dem linken Arm durchführen sollte – nichts war mehr fließend und die Waffe war wieder zu einem Fremdkörper geworden!
00:05:17: Die Bewegungen fühlten sich komisch und falsch an.
00:05:20: Viele Durchläufe brauchte ich, mit links bis die Bewegung sowie mit rechts sich anfüllte.
00:05:28: Als die Übungsstunde kamen wo ich die Keule gegen das Übungsmesser tauschte wurde ich von einer Neuherausforderung gestellt.
00:05:36: Die gleiche Bewegung nur mit einer anderen Waffe klingt einfach aber ist verdammt schwer!
00:05:42: Zuerst übte ich ganz langsam die Bewegung, da das Messer viel kürzer ist und sich anders anfühlt.
00:05:48: Damit bewegt sich auch der Körper dahinter in zwar ähnlichen aber doch etwas anderen Bewegungen.
00:05:55: Das Grundprinzip ist gleich – und doch muss mein Körper erst begreifen dass die Veränderung nun etwas anders ist und daher die Bewegungen entsprechend angepasst werden müssen!
00:06:07: Auch hier brauchte ich mehrere Durchläufe, bis sich den Punkt mit der Keule erreicht hatte.
00:06:15: Ich übte die Sequenzen des Guilds – also Name unseres Waffentrainings und wurde immer sicherer und die Waffe fühlte sich immer natürliche in meinen Händen an!
00:06:25: Und dann kam der nächste Schritt zwei Waffen gleichzeitig zu führen….
00:06:30: Zunächst übte ich die Sequenzen, wo ich vor ein Handwechsel durchgeführt hatte, konnte ich jetzt direkt die Waffe mit meiner linken Hand benutzen.
00:06:39: Aber dabei – die andere Waffe nicht zu vernachlässigen ist eine Herausforderung, an der ich immer noch arbeite!
00:06:46: Denn in offenen und gekreuzten Waffenkonzept ist es so, dass die Waffen gleichzeitig bewegt werden.
00:06:51: Mit einer Waffe beginnt die Bewegung und die zweite Waffe wird noch in der Bewegung, der ersten Waffe eingesetzt und führt die Bewegungen fort.
00:07:00: Das Timing und die Koordination bei den Konzepten der Waffen richtig durchzuführen, und die Waffen ohne Kontrollverlust zu führen ist nicht einfach.
00:07:09: Bei einem Kontroll Verlust also sich einer Waffe nicht mehr bewusst zu sein stoßen die beiden Waffen manchmal in Bewegung aneinander.
00:07:19: Wenn ich die Bewegung gut geübt hatte kam das Partner-Movement – das bedeutet dass die Sequenz oder eine Abwandlung der Sequenz mit einem Partner geübte wurde.
00:07:28: Jedes Mal, wenn ich die Bewegung im Partner-Movement durchgeführt habe sind viele Winkel und Bewegungen viel klarer geworden.
00:07:36: Damit ein Partner muss die Bewegungen richtig ausgeführt sein sonst kann der Schlag oder Schnitt nicht abgefangen oder umgelenkt werden.
00:07:43: Und der Sinn einer Bewegung wurde mir erst durch das Partner- Movement klar.
00:07:48: Besonders mit zwei Waffen hat man das Partnermovement geholfen zu begreifen wie die Waffen geführt werden müssen.
00:07:56: Weiter bringt mich auch das Üben mit den unterschiedlichen Waffen.
00:07:59: Ich habe schon mit einem Kurzschwert, Priester-Kollen, Kurzsacks, Saks, Doppelmessern und Kurzstoff trainiert!
00:08:07: Gerade in den ersten Monaten des Waffentrainings kam ich öfter an einen Punkt wo ich dachte – ich begreifte es nie!
00:08:14: Bei unseren Lehrern sehen die Bewegung so leicht und fließend aus und ja….
00:08:19: Die Bewegungen sind leicht aber nicht einfach... Viele Übungsstunden sind notwendig, um die Leichtigkeit zu erreichen.
00:08:27: Immer wenn ich aufgeben wollte, hielt mich ein Satz meines Großmeisters – also Siegung – motiviert.
00:08:34: Du kannst es noch nicht!
00:08:36: Und er hat Recht, wenn ich sage Ich kann das noch nicht?
00:08:40: verändert sich mein Mindset zum Positiven und ich mache weiter.
00:08:43: Daher ist dieser Satz für mich einer der wichtigsten Sätze beim Lernen des V-Tubing-Tschung.
00:08:49: Nach vierenhalb Jahren V-Tubeing-Training ob ich schon gespürt und begriffen habe, dass die Waffen in meinen Händen eine Erweiterung meines Körpers darstellen sowie es Jack in der Buchreihe gespürt hat folgendermaßen beantworten.
00:09:05: Manchmal hab' ich tatsächlich beim Guild-Training das Gefühl, daß die Waffe ein Teil von mir ist – und doch oft fühlt sich eine Waffe immer noch als Fremdkörper an besonders dann wenn neue oder abgewandelte Bewegungen zu meinem Training dazukommen!
00:09:22: Das war die schöne Arbeit von der lieben Sabrina aus Hamburg.
00:09:27: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal, ciao!