we move people - Dein Podcast für Körper, Herz und Verstand

Transkript

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00:00:03: Herzlich willkommen zu unserem WTU-Podcast We Move People, den Podcast für Körper, Herz und Verstand.

00:00:11: Wir sind Alfred Johannes Neudorfer und Rosa Farante Bannera.

00:00:15: Unter unserem Podcast beschäftigen wir uns mit den Themen persönliche Weiterentwicklung, Gesundheit, Kampfkost, Philosophie und Menschheit.

00:00:35: Heute möchte ich über etwas sprechen, was mir in letzter Zeit aufgefallen ist, worüber ich mehr Gedanken gemacht habe und möchte da ein Gedankengang mit dir teilen.

00:00:44: Und zwar ist es so dass alles was man übertrieben macht also was man ins Extrem treibt kehrt sich ins Gegenteil um.

00:00:55: Also sogar auch vermeintliche Tugenden ja?

00:00:59: Also zum Beispiel Eigenschaften die wir normalerweise als positiv ansehen.

00:01:04: Das kann zum Beispiel sein sowas wie Disziplin oder Vertrauen, dass man sagt ja Vertrauen ist gut.

00:01:11: Hundertprozentiges Vertrauen is immer gut oder Geduld ist immer gut Liebe es immer gut Mut ist immer Gut hört sich auch erstmal logisch und gut an Stimmt grundsätzlich auch.

00:01:23: aber Man kann dabei auch etwas ganz Entscheidendes übersehen.

00:01:27: Und zwar wird uns das bewusst wenn wir dieses jenen und jungen Symbol aus dem Taoismus betrachten.

00:01:34: Was sehen wir da?

00:01:34: Wir haben da zwei Fische, ein weißen und einen schwarzen Fisch.

00:01:38: Und dann sieht man nämlich im weißen Fisch den Punkt, den Schwarzen Punkt und im schwarze Fisch dem weißen Punkt.

00:01:47: Das heißt nämlich genau das!

00:01:50: Immer wenn man etwas ins Extrem treibt, kehrt es sich um ins Gegenteil.

00:01:54: also jedes Extrem trägt auch bereits den Keim des Gegenteils in sich kann man so sagen.

00:02:02: Also selbst gute Eigenschaften können kippen, wenn das nicht mehr in Harmonie nicht im Balance ist.

00:02:09: Und ja darüber geht es in dieser Folge und deswegen gebe ich jetzt auch gleich nochmal ein paar Beispiele.

00:02:18: also Wenn etwas zu extrem wird beginnt es sich umzudrehen na?

00:02:23: Das ist nämlich ganz wichtig weil dass kann man auch aufs Leben übertragen Auf den Alltag übertrage.

00:02:28: also nehmen wir als Beispiel Disziplin.

00:02:31: Natürlich braucht der Mensch Disziplin.

00:02:33: Ohne Disziplinen kommt man nicht weiter, man kann keine Ziele erreichen, man braucht Struktur und man muss auch mal Dinge tun auf die man keine Lust hat.

00:02:43: also Diszipling ist für mich auch so ein bisschen nicht nach Lust-und Laune handeln.

00:02:47: ich nehme mir etwas vor Ich habe einen Ziel und ich handle danach, bis ich dieses Ziel erreicht habe.

00:02:53: Und ich lasse mich halt nicht davon abhalten nur weil es mal gerade schwieriger ist oder weil ich mal keine Lust habe oder weil Ich mich danach nicht

00:03:03: fühle.".

00:03:04: Das ist schonmal ganz wichtig!

00:03:05: Natürlich ist Disziplin notwendig aber jetzt kommt's.

00:03:10: wenns natürlich zu extrem wird kann im negativen Sinne Starheit entstehen.

00:03:15: Das heißt es kann sein, dass der Mensch handelt, handelt und gar nicht mehr überprüft.

00:03:24: ist das richtig ja?

00:03:25: Also der Mensch unflexibel werden, der kann verbissen sein.

00:03:29: Das kann halt zur Starheit auch führen!

00:03:32: Das kann auch sein dass der Mensch etwas nicht mehr loslassen kann.

00:03:36: das kann auch seien dass der mensch wenn er es übertreibt einfach auch irgendwelche signale überhört seine innere stimme über hört dass er nicht mehr auf seinem bauchgefühl achtet dass er ja nicht mehr auch seinen herz hört und dann kann er sich halt nicht mehr anpassen.

00:03:52: also disziplin heißt ja schon Ich habe ein Ziel und möchte das auch erreichen, aber man muss trotzdem anpassungsfähig bleiben.

00:04:01: Und auch Dinge im Laufe des Weges wieder verändern können.

00:04:05: ansonsten führt es halt zur totalen Starheit oder Sturheit auch.

00:04:10: also das sieht man auch gerade für Menschen älter werden.

00:04:12: sie werden unflexibler.

00:04:16: oder sagen wir mal vertrauen ja?

00:04:20: Also Es gibt verschiedene Arten von Vertrauen.

00:04:23: Ich spreche jetzt von Vertrauen ins Leben zu

00:04:25: haben.".

00:04:25: Das ist natürlich absolut notwendig, das ist wichtig gerade in schwierigen Zeiten.

00:04:30: Man ist ein optimistischer Mensch.

00:04:33: Okay, ich habe Vertrauen ins Leben.

00:04:35: Am Ende wird alles gut ja?

00:04:37: Aber auch zum Beispiel dieses Vertrauen kann kippen wenn es sehr einseitig oder sehr extrem ist.

00:04:43: also irgendwann kommt dann der Punkt dass der Mensch sagt naja es kommt schon alles zur rechten Zeit.

00:04:50: Wenn das noch nicht da sind ist noch nicht die richtige Zeitpunkt Alles geschieht was geschehen soll und wenn es passieren wenn es sein soll dann wird es auch passieren.

00:04:59: Oder das Universum regelt schon alles.

00:05:03: Natürlich soll man einen Ur- und Grundvertrauen ins Leben auch haben.

00:05:08: Das ist sehr, sehr notwendig.

00:05:10: aber das kann in manchen Situationen dazu führen oder bei manchen Menschen dazu hören dass es dann zur Passivität wird.

00:05:20: Also das ist auch manchmal ein Punkt den manche Menschen dann übersehen dass sie denn sagen nicht nur einfach alles laufen lassen um beobachten sondern trotzdem auch gleichzeitig bewusst handeln und natürlich auch gleichzeitig akzeptieren, man kann nicht alles kontrollieren.

00:05:37: Natürlich muss man auch die notwendigen Aktionen Handlungen setzen.

00:05:42: ich muss wenn ich Sam in die Erde gebe, muss sich alle Bedingungen dafür schaffen Ich muss trotzdem gießen, ich muss trotzdem Hegen pflegen Und natürlich brauche ich auch Geduld.

00:05:52: zu Geduld komme ich gleich noch mal zur Schattenseite von Geduld.

00:05:58: Aber es heißt einfach nicht nur, dass ich nur Vertrauen habe um mich dann zurücklehnen kann.

00:06:04: Dann führt das halt ja zu Passivität und dass man gar nicht mehr in der Lage ist, dass man vergisst oder dass man vermeidet notwendige Schritte zu tun.

00:06:18: Dass man verlernt zu handeln.

00:06:20: Das kann auch nicht sein Geduld.

00:06:26: Geduld ist das nächste Thema.

00:06:28: Nehmen wir mal Geduld.

00:06:31: Geduld ist auch wichtig.

00:06:33: Alles braucht seine Zeit, alles muss auf gesunde Art und Weise wachsen.

00:06:40: Ja es gibt welche die sehr ungeduldig sind.

00:06:41: sie wollen das alles sehr schnell wächst auf sehr künstliche Art undweise wächst dass es ein Kartenhaus das sehr schnell zusammenbrechen kann.

00:06:50: Geduld is natürlich sehr sehr wichtig aber auch Geduld kann kippen.

00:06:56: geduld hat seine Schattenseiten.

00:06:57: ja es kann sein Dass ein Mensch einfach zu geduldig ist, weil er in so einer wartenden Haltung ist und sagt naja wenn dann kommt das schon irgendwie.

00:07:08: Und dann einfach nicht mehr notwendige Entscheidungen trifft oder in Situationen drinnen bleibt die ihm nicht gut tun.

00:07:17: Ja, weil er sich denn einfach einredet.

00:07:20: Man muss einfach geduldig sein.

00:07:21: also man kann sicher auch Dinge schön reden und Dinge einreden Und das ist halt die Gefahr dann dabei.

00:07:27: Natürlich muss man geduldigt sein.

00:07:28: natürlich muss man Dinge aushalten die man nicht verändern kann.

00:07:34: Geduld hat auch wie gesagt seine Schattenseiten.

00:07:37: es darf nicht dazu führen dass man feige wird Dass man Endlos-Dinge hinnimmt dass man notwendige Schritte die getan werden müssen vermeidet.

00:07:50: Gut, also Geduld kann auch sein dass man Angst hat vor Veränderung und das meine ich zum Beispiel mit diesen Schattenseiten von Tugenden.

00:08:00: Das hört sich alles immer sehr gut an und ich glaube auch dass viele Menschen denken sie sind automatisch auf einen guten Weg nur weil sie sich bestimmte positive Eigenschaften annehmen.

00:08:13: Aber das kann alles, wie gesagt ins Gegenteil kippen.

00:08:16: Zum Beispiel Liebe zu anderen Menschen ist natürlich auch essentiell.

00:08:23: aber Liebe ohne Grenzen kann zum Beispiel auch zur Selbstaufgabe werden.

00:08:30: Wenn man einfach gar keine Grenzen mehr kennt dann verliert man ja sich selber.

00:08:34: oder wenn man nicht in der Lage ist, Grenzen zu setzen und wenn ich mich selbst nicht liebe dann kann ich auch andere nicht lieben.

00:08:41: so Es darf halt nicht dazu führen, dass man ausgenutzt wird.

00:08:45: Dass man sich selbst aufgibt und dass man keine Grenzen hat.

00:08:50: Das ist nicht Liebe was man darunter verstehen kann.

00:08:55: Zum Beispiel Thema Mut.

00:08:57: Mut kann auch da zu führen, das man leichtsinnig wird.

00:09:01: Man rücksichtslos wird.

00:09:05: also ich glaube es darum geht das rechte Maß zu finden und auch immer wieder im Balance zu kommen.

00:09:14: Also wenn man sich das so vorstellt wie ein Pendel, dass man also der Leben ist ja nicht statisch oder starr sondern es ist alles immer in Bewegung, alles immer lebendig, alles beweglich wie einem Pendel Und das Pendel kreist ja auch immer um die Mitte wieder.

00:09:31: Selbst wenn das Pendeln mal nach rechts oder links ausschlägt findet es immer wieder die Balance und die Mitte und kommt immer wieder zur Mitte zurück und kreisst immer durch die Mitte durch.

00:09:42: Und natürlich gibt es manchmal Phasen, wo wir sehr gefordert sind und das ist ja auch in Ordnung.

00:09:47: Alles hat seine Phasens, seine Zyklen und es gibt manchmal Zeiten da muss man noch über Grenzen hinausgehen.

00:09:54: Das gibt es auch natürlich in vielen Branchen im vielen beruflichen Zweigen, Phasen hart, wo man auch über körperliche Grenzen manchmal hinausgeht oder emotionale mentale Grenzen und das ist ja auch in Ordnung.

00:10:08: Das Problem ist nicht diese eine Ausnahme, sondern wenn ein Ausnahmezustand ein Dauerzustand wird, wenn es halt zu extrem ist oder über einen zu langen Zeitraum und man dann nicht mehr schafft zurück in die Mitte zu pendeln sich auszuharmonisieren.

00:10:26: Nach jeder extremen Anspannung muss auch wieder eine Phase der Entspannungen kommen und also immer daran denken, dass alles kippen kann so.

00:10:37: Also man denkt immer was ich halt damit ja ausdrücken wollte mit dieser Folge ist.

00:10:43: Man denkt immer ich muss einfach nur gute Eigenschaft mehr aneignen und dann ist alles automatisch gut.

00:10:49: nein wenn man etwas ins Extrem treibt kehrt es sich um.

00:10:55: Also zum Beispiel zu viel Arbeit ist nicht gut oder zu viel Selbstoptimierung ist nicht good, oder zuviel Rückzug is'n'chgut Zuviel Anpassung i's n'tgut Alles was permanent und alles was extremes verliert halt die Ballons.

00:11:11: also Es ist immer wichtig wieder zurück in die Mitte zu kommen Und Mal ist mehr Aktivität notwendig und mal ist auch Rückzug und Entspannung notwendig Und alles kann jederzeit kippen, ne?

00:11:28: Also das kann ja auch nicht gut sein wenn man sagt naja ich hab halt hundertprozentiges Vertrauen.

00:11:33: Ja, hundert prozentiges vertrauen kann dann dazu führen dass ja man einfach naiv ist.

00:11:40: Ja also wenn man sich jetzt ein Haus kauft Dann kann man hier auch nicht einfach jetzt hundert-prozentiges vertrauen haben.

00:11:46: so ach ja ja pass schon alles irgendwie sehr netter Mensch Man muss ja gewisse Dinge auch dann prüfen Und ansonsten ist man halt ja auch vielen Gefahren ausgesetzt.

00:12:00: Also das sind schon alles gute Eigenschaften, aber man muss halt aufpassen dass man da nicht ins negative rutscht.

00:12:09: also alles was eine gute Seite hat, hat halt auch eine negative Seite.

00:12:15: und dafür finde ich dieses Jena und Yang-Symbol so besonders weil es das halt total ausdrückt Alles hat zwei Seiten und im Keim ist in jeder Seite schon das andere vorhanden, weil alles in einem enthalten ist.

00:12:30: Und wenn man das eine übertreibt schlägt es oben ins Gegenteil.

00:12:37: Das ist halt nicht nur einfach irgendwie ein abstrakter philosophischer Gedankengang oder so sondern dass kann man halt bei sich selber intäglich leben im Alltag ja, beobachten oder einfach beginnen zu erkennen.

00:12:52: Wo ist man zu nett?

00:12:54: Wo gibt man zu viel?

00:12:56: Wo schafft man es nicht, Grenzen zu setzen weil man geliebt werden will, weil man nett sein will.

00:13:03: Wo isst man zuviel in der Anpassung oder halt im Gegenteil?

00:13:07: ja also jeder Mensch muss das für sich selber herausfinden und kann da sehr, sehr viel über sich selbst lernen.

00:13:16: Und wie gesagt, Tugenden sind sehr gut.

00:13:19: Aber man muss trotzdem aufpassen dass man immer in der Mitte bleibt und es geht immer um das richtige Maß!

00:13:26: Diesen Gedankengang wollte ich heute einmal teilen.

00:13:29: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

00:13:31: Ciao.